Instrument des Monats Oktober
- Qualitätsinstrument

Die Methode der Fokusgruppe kommt aus der qualitativen Forschungstradition. Sie stellt ein Verfahren dar, bei dem fünf bis 12 Personen moderiert gezielt zu einem Thema, über ein Konzept oder ein Produkt diskutieren. Dabei liegt in der Regel ein Leitfaden mit offenen Fragen zugrunde. Für Fokusgruppen gilt das Prinzip der Kommunikation, die durch Offenheit, Vertrautheit aber auch Fremdheit oder Reflexivität begleitet ist. Gerade das offene Gespräch innerhalb der Gruppe birgt den Effekt von spontanen und innovativen Rückmeldungen, die zum Nutzen des Gesprächsgegenstands dienen. Innerhalb der Fokusgruppe steht die Sichtweise der Teilnehmer*innen im Vordergrund. Deshalb ist es notwendig auf eine heterogene Zusammensetzung der Teilnehmer*innen zu achten. Als Vorteile der sozialwissenschaftlichen Methode werden der Austausch und die Meinung der Teilnehmer*innen genannt, die Gewinnung neuer Informationen und die Möglichkeit 'stillere' Teilnehmer*innen einzubeziehen sind weitere positive Merkmale. Letzteres kann auch als Nachteil gesehen werden, wenn einige Teilnehmer*innen eine Gesprächsdominanz einnehmen. Auch die Frage nach der Validität und Repräsentativität der Ergebnisse aus einem Fokusgruppengespräch wird als potentieller Nachteil betrachtet, ebenso wie die aufwendige Auswertung des erworbenen Materials. Nichtsdestotrotz gelten Fokusgruppen als geeignetes Instrument im Qualitätsmanagement, vor allem, weil sie sich aufgrund der flexiblen Gestaltung in allen Phasen des PDCA-Zyklus einbinden lassen.



