Zum Inhalt
Fakultät Rehabilitationswissenschaften

Instrument des Monats Februar

-
in
  • Qualitätsinstrument
Eine Hand hält einen schwarzen Marker und zeichnet ein X auf ein Dokument, das eine Bewertungsskala zeigt. Die Skala ist in den Farben Grün, Gelb und Rot unterteilt und steht unter der Frage: "8. Wie zufrieden bin ich - abschließend - mit der..." Im Hintergrund sind grafische Darstellungen von Personen in einem Meeting zu sehen. © Andre Grunden​/​Pixabay
KI - als ein Instrument im Qualitätsmanagement

KI wird im Qualitätsmanagement zunehmend als Instrument verstanden, das unterschiedliche Perspektiven auf Qualität effizient zusammenführt und so zu wirksamer, kosten- und ressourcenschonender Qualitätsentwicklung beiträgt. In der Sozialwirtschaft kommt KI bislang vor allem punktuell zum Einsatz. Während sich Anwendungen in Verwaltung, Personalmanagement und Rechnungswesen bereits stärker etabliert haben, ist der Einsatz in der direkten fachlichen Arbeit – etwa in der Fallarbeit, bei der Erstellung von Förderplänen oder in der konkreten Interaktion mit Leistungsberechtigten – noch weit davon entfernt, flächendeckender Standard zu sein. 

Gleichzeitig verbindet die Branche mit KI große Hoffnungen auf Entlastung der Mitarbeitenden und eine deutliche Steigerung der Effizienz. Dem stehen jedoch gewichtige Bedenken gegenüber: In fachlichen Diskursen wird insbesondere vor einem unreflektierten Umgang mit sensiblen personenbezogenen Daten gewarnt, und die Orientierung an klaren ethischen Leitideen wird als unverzichtbare Voraussetzung für den Einsatz von KI betont. 

Mit den Chancen und Risiken digitaler Technologien in der Sozialwirtschaft beschäftigt sich eine Reihe aktueller Veröffentlichungen. Einen fundierten Einstieg in das Themenfeld bietet das Buch „Gegenwart und Zukunft sozialer Dienstleistungsarbeit. Chancen und Risiken der Digitalisierung in der Sozialwirtschaft“, herausgegeben von Carolin Freier, Joachim König, Arne Manzeschke und Barbara Städtler-Mach im Springer-Verlag (2012): https://www.nomos-elibrary.de/index.php?doi=10.5771/1619-2427-2024-17-1-1